Triathlon Regionalliga - Frauen am Sonntag, dem 19.8.18, in Rodgau

Ein “herausgefahrener” Platz auf dem Podium

Die ursprüngliche olympische Distanz wurde von der Organisation zunächst in eine Sprintdistanz und zum Schluss nochmal zu einem Team-Sprint-Wettkampf umgeändert: 750 m Schwimmen, 28 km Radfahren und 5 km Laufen. Angetreten wurde als Team von vier Sportlern und man musste, ohne einander während der verschiedenen Disziplinen zu verlieren, mindestens zu dritt im Ziel ankommen. Klare Ansage – deutliche Regeln. Taktik und gutes Zusammenarbeiten waren angesagt. Vier starke Frauen sind am Start: Susanne, Isa, Steffi und Ich :)

- Morgenstond heeft goud in de Mond. –

Der Tag geht früh los, Treffen um 7.40 Uhr. Und da “eine gute Vorbereitung, die halbe Arbeit ist”, gehört Haare flechten, Kontaktlinsen reinmachen, Sonnencreme schmieren, Beine massieren lassen und professionelles Photoshooting dazu. Auch ein Dixiklobesuch darf in der Reihe der guten Vorbereitungen nicht fehlen. Das ganze natürlich, nachdem wir das Rad und die anderen Sachen in der Wechselzone abgestellt haben.

Ich, deutlich das erste Mal in der Liga, bin sehr beeindruckt davon, dass wirklich alle in unserer Reihe ihre Räder mit den Radschuhen auf den Pedalen aufgehängt haben. Da kann ich natürlich nicht zurückstehen, ich will ja Robert nicht enttäuschen. Also werden die Schuhe auf den Pedalen geklickt. Wie ich reinkomme, sehe ich später. Stolz hole ich ein kleines grünes Maskottchen aus meiner Tasche, das ich als Markierung oben am Radständer festmachen will. Doch da kommt die Ansage von einer erfahrenen Ligastarterin aus meinem Team: Nein, das ist verboten. Okay, der grüne Glücksbringer verschwindet wieder in meiner Tasche. Dann habe ich meine nächste großartige Idee, das Handtuch: Super, um die Füße etwas abzuputzen, bevor ich zum ersten Mal barfuß in meine Schuhe schlupfen muss, und genial von mir gedacht, so habe ich doch auch eine Markierung, um das Rad wiederzufinden. Leider kommt auch hier eine Ansage von rechts: Das ist verboten. So verschwindet auch das Handtuch wieder in meiner Tasche.

- Geduld is een schone Zaak.    –

Der Start ist erst um 11:17 Uhr. Bis dahin können wir die schöne grüne Wiese am Badesee zum Entspannen nutzen. Aber mit den Nerven im Bauch und verrückten Gedanken im Kopf dauert das Warten dann doch sehr lange. Unser Fanclub ist bereits eingetroffen und sogar im Wasser haben wir Zuschauer, die Karpfen starren uns mit großen Augen an.

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Dann geht der Wettkampf endlich los! Susanne und Steffi vorne, Isa in der Mitte und ich hinten im Wasser. Leider gibt es keine Bonuspunkte für ein paar extra Meter schwimmen. Isa macht Anstalten, abzuhauen und mit einem Team, das uns überholt hat, davon zuschwimmen, aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft, zu viert aus dem Wasser zu kommen. Gestartet waren wir als fünftes Team, aus dem Wasser kommen wir dann leider als siebtes und letztes Team. Alles Taktik!

Der Wechsel aufs Rad verläuft gut, geschmeidig will ich nicht sagen. Aber kein Sturz, Schuhe beim Verlassen der Wechselzone immer noch an den Pedalen und auch die Badekappe und die Schwimmbrille habe ich gegen Helm und Brille getauscht.

Das Radfahren, kurz zusammengefasst: eine Super-Zusammenarbeit, schnelle und gute Wenden. Überholen macht Spaß! Vorne zu fahren ist harte Arbeit, aber hinten kann man sich immer wieder etwas erholen.

Dann kommt der Wechsel zum Laufen. Geplant war, dass Steffi beim Laufen nicht mithalten muss, da ja nur drei zusammen ins Ziel kommen müssen. Dadurch wird dies für mich der wohl härteste Lauf meines Lebens, da ich, geplagt von Seitenstichen, geschoben und gezogen werde, und zwar von Isa und fast über die kompletten 5 Kilometer. Susanne muss das jetzt irgendwie alleine hinkriegen. Dann bekommen wir bei der Wende noch einen ordentlichen Schrecken, als  wir, mittlerweile auf der dritten Position, das vierte Team immer näher kommen sehen. Da müssen wir nach bereits 2,5 Kilometern noch mal etwas Tempo zulegen. Gefühlt nach einer Ewigkeit kommen wir als drittes Team ins Ziel. Auch Steffi ist nicht viel später mit einer sehr guten Laufzeit bei uns. Und wie man auf Holländisch sagt:

- Eind goed, al goed. –

Für alle, die unsere Ergebnisse interessieren:
Schwimmen: 00:14:30
Radfahren: 00:44:28
Laufen: 00:22:50 
Gesamtzeit: 01:24:03

   

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