"Der längste … ne, aber der heißeste Tag des Jahres!"
zumindest für die Herren der 2. Hessen-Liga in Bad Arolsen. Start am 19.08.2012 beim 30. Int. Twistesee Triathlon über die Olympische Distanz. Die Wettervorhersage kündigt Höchsttemperaturen von 38 Grad an.Ärzte und Meteorologen warnen in den Medien vor der Hitze sowie erhöhten Ozon-Werten und raten nachhaltig auf jegliche körperliche Anstrengung unbedingt zu verzichten.
"Der Worte Klang hör´ ich wohl - allein mir fehlt der Glaube!". Ach ja, nur gut dass unser Start auf 11:35 h gesetzt ist, so dass wir dann auch pünktlich zum High Noon das noch recht erfrischende nasse Element final verlassen dürfen.

Alles keine Gegenargumente für die Herren Daniel Spahn, Joachim Czerny, Thomas Herget, Holger Dreihahn und meiner Wenigkeit, als gesetztem Streichergebnis, sich diesem Spektakel der besonderen Art zu stellen.

Mit noch kühlem Kopf treten wir also diesen Wettkampf per Wasserstart an. Naja, dass es nach dem Schwimmen grundsätzlich immer etwas bergan geht bringt die Eigenschaft des Wassers, sich nämlich meist an den tiefsten zu erreichenden Stellen anzusammeln, so mit sich. Dass man hier aber eine steile Treppe und im unmittelbaren Anschluss einen fast ebenso steilen Hang heraufstürmen muss, ist schon exzeptionell. Ich frage mich noch immer, ob ich für den nächsten Start hier neben Schwimmbrille und Badekappe besser auch noch Steigeisen mitbringe?!? Insofern war hier die Zwischenzeitnahme nach dem Schwimmen erst oben am direkten Eingang zur Wechselzone auch die Zeit von einem kleinen "Berglauf". Daniel kann unter diesen Gesamtbedingungen die fünftbeste "Schwimmzeit" erreichen.

Natürlich hat die Wettervorhersage deutlich übertrieben, mein Radcomputer dokumentiert je nach Streckenabschnitt Temperaturen zwischen 31 und 37 Grad Celsius - und von Ozon war auch weit und breit nichts zu sehen. Also alles halb so wild!
Als Liebhaber von flachen Radstrecken und ärztlich attestierter "Steigungs-Allergie" werde ich hier mit zwei hügeligen Runden mit jeweils ca. 350 HM konfrontiert, die mich nötigen auch mal den kleinsten Gang meiner Schaltung auszuprobieren. Klappt überraschenderweise auch! Zwar ungewohnt aber auch der funktioniert. Steigungen haben häufig die angenehme Eigenschaft von Gefällestrecken gefolgt zu werden - ich möchte hier nur anmerken dürfen: Vmax = 78 km/h !!! Da sag noch irgendeiner ich hätte mich nicht beeilt!

Abgerundet wird dies mit einem Lauf über eine Pendelstrecke, die a) ebenfalls einen knackigen Anstieg bereithält und b) wohl auch etwas länger als die veranschlagten 10 km zu sein scheint.
Für mich kommt neuerdings "Olympische Distanz" noch deutlicher von der Begrifflichkeit Olympia(-de) - also: dabei sein ist (fast) alles. Und ganz wichtig: nicht Letzter werden … bin ich auch nicht geworden!
Alles in allem können wir trotz dieser hitzigen Bedingungen wohlbehalten und ohne Zwischenfall finischen - prima! Respekt gilt denen, die sich hier dieser Competition der besonderen Art gestellt haben.
Meine Herren (Daniel, Joe, Thomas & Holger) - es war und ist mir eine Ehre mit Euch gestartet zu sein! Gerne wieder!
Ich muss jetzt schließen … natürlich weil ich trainieren muss!

VF